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Nächste Station: Odense, Dänemark.

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Norwegen - das Land der schönen Natur und der Schmalzlocken

Es ist nicht gerade ehrenwert gezielt den Neid andere Leute zu schüren. Ich werde es an dieser Stelle trotzdem versuchen. Denn: 1.) war ich am Wochenende zum ersten Mal in Norwegen und 2.) habe ich dort den Philipp besucht. Das sind zwei gute Gründe, da Norwegen im Bezug auf seine schöne Natur absolut hält was es verspricht und Philipp auch nach zweimonatigem Aufenthalt in eben jenem Land noch genau so gute Gesellschaft ist wie eh und je.

Am Freitag gings also in aller Herrgottsfrühe los, erst drei Stunden mit dem Auto bis nach Hirtshals und dann mit der Fähre weiter direkt nach Kristiansand.

 

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Schon als sich die Fähre dem Hafen von Kristiansand genähert hat war ich hellauf begeistert. Über mehrere hundert Meter hinweg waren ringsherum Inseln - kleinere, größere, felsige, bewaldete - ein sehr schöner erster Eindruck von Norwegen!

Kristiansand-213.JPG   Kristiansand-214.JPG

 

In Kristiansand haben wir dann ein wenig Philipps Uni erkundet, und ruckizucki war auch schon Abend und ich kam in den Genuss Philipps Freunde und einige amerikanische Trinkspiele, deren Namen so unsittlich sind, dass ich sie hier nicht schreiben will, kennen zu lernen. Danach gings noch in einen Student's Club und McDonalds safed some people's lifes, so dass wir am Samstag wieder in alter frische auf große Erkundungstour gehen konnten.

Mit den Fahrrädern und begleitet von strahlendem Sonnenschein gings los - raus aus der Stadt, rein in die Natur. Und das war genau das tolle: um nämlich rein in die Natur zu kommen, musste man nur wenige Meter raus aus der Stadt. In anderen Orten findet man in der Stadt nur angelegte Parks und vielleicht ein paar Teiche. In Kristiansand geht man vom Strand ein paar hundert Meter weiter und ist auf der Halbinsel, die ihr auch da oben auf dem Photo seht und ist umgeben von 'schön'. Ein paar Eindrücke:

Am Strand

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vorbei am Hafen

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und einer Festung

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zur Halbinsel

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Ihr seht, ich bin sehr begeistert, warum ich auch nicht umhinkam, diesmal sehr viele Photos zu posten.Danach gings weiter in einen Park, und auch auf den traf das zu, was ich oben geschrieben habe: Natur pur. Eine Vielzahl an Seen, Berge, Felsen, das ganze in herbstlichen Farben eingebettet - da freut sich das Alex'sche Herz.

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Um uns aber an Natur und Natürlichkeit nicht zum überfordern haben wir uns am Abend schließlich dem Kontrastprogramm, das im Zeichen der Unnatürlichkeit stand, gewidmet. Ort des Geschehens: das Oktoberfest des Cricket Clubs der Universität von Kristiansand. Unnatürlich war nicht nur die Möchtegern-deutsche Dekorierung mit Postern von vollbusigen Damen in feschen Dirndln, dem 'Urdeutschen' David Hasselhoff und der deutschen Super-Mama Angela Merkel, sondern auch die werten Herren Gastgeber vom Cricket-Club. Alter, waren das Schnösel!! Etwas 20 Herren, die alle ein einheitliches weißes Jacket mit aufgenähtem Cricket-Emblem trugen (bitte beachten: die Herren legen wert darauf, dass man das nicht Englisch 'Cricket', sondern französisch 'criquet' ausspricht! Wäre ein böser faux-pas die Herren mit einem solchen Fehler zu verschmähen!), alle die gleiche nach-hinten-gegelte-Schmalzlocken-Frisur hatten und gerne große Teile ihrer etwas zu schlank geratenen Brust unter dem tief ausgeschnittenen V-Neck-Shirt zur Schau stellten. Harr harr!

Hier kann man die schöne Haartracht der Herren Schnösel bestaunen

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Hier die schönen weißen Jackets

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und hier die authentische deutsche Atmosphäre

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Ja, wie ihr euch denken könnt, hat das alles für ordentlich viel Spaß gesorgt. Danach gings noch weiter in einen Club in der Stadt, wo dann -offenbar wie überall in Norwegen- um 2 Uhr Feierabend ist. Und daraufhin gabs die nächste Überraschung: Da die Leute in Scharen aus den Clubs auf die Straßen strömen, gibt es einen Ansturm auf Mitternachtsschmauss-Lokalitäten wie ich es noch nie gesehen habe! Dass man sich nach dem Feiern gerne noch nen Döner oder ne scharfe Meenzer Curryworscht gönnt, ist ja auch bei uns durchaus bekannt. Aber diese Menschenmassen da in Kristiansand - das war krass. Bei McDonalds stand ohne Übertreibung das ganze Restaurant voll, vor Imbissbuden auf den Straßen waren regelrechte Menschentrauben und auch bei 7Eleven hätte man sich mal gut 15 Minuten anstellen dürfen. Feier- und fresswütig sind sie offenbar, die Norweger.

Der Sonntag verlief dann nochmal gemütlich, jedenfalls bis zum dem Punkt als wir dann im Eilschritt zur Fähre hetzen mussten und uns gewünscht haben so lange Beine wie der Julian zu haben.

Summa summarum: das Wochenende war ein Traum und auch wenn ich in euch nicht ein Fünkchen Neid geweckt habe, muss ich doch wenigstens zugeben, dass ich für meinen Teil nicht völlig frei von Neid bin, wenn ich daran denke, dass Herr B. in mitten dieser Traumgegend wohnen darf. Und: meine Vorfreude auf die 8tägige Dänemark-Schweden-Norwegen-Reise, die am Samstag startet, ist defintiv gestiegen! Dazu dann in bälde mehr.

Eure Alexsand aus Kristiansand

(ok, ich bin ja eigtl schon wieder zurück in Dänemark, aber irgendso ein doofes Namens-Wortspiel musste ich doch wieder ausgraben)

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